Tourenberichte 2015

 

BERICHT AUSBILDUNG GLETSCHER UND ÜBERSCHREITUNG GWÄCHTENHORN VOM 27. + 28. JUNI 2015

Bergführer: Martin Schürmann
Tourenleiter: Marcel Gertsch
Teilnehmer: Steffi Bieri, Barbara Grunig (SAC Interlaken), Barbara Haussener, Daniela Paepke

Um 7.30 Uhr ging es los Richtung Steingletscher und weiter zum Parkplatz Umpol. Bei strahlendem Wetter marschierten wir zum und auf den Steingletscher. Dieser war ein wahrer Ausbildungsplatz. Mehrere Seilschaften übten sich in verschiedensten Fertigkeiten auf dem Gletscher, so auch wir. Eisschrauben setzen, einen Stand einrichten für den Flaschenzug und vieles mehr. Martin hatte da noch den einen oder anderen Tipp auf Lager, sofern man nicht die modernsten Hilfsmittel, wie z.B. einen „Rope-Man“ bei sich hat oder halt einen Teil des Materials vergessen haben sollte . Nachdem wir denn einfachen, wie auch doppelten Flaschenzug geübt hatten, ging es über zum Steigeisen-Geh-Trainig, bis wir zu einem passenden Platz auf dem Gletscher für die Mittagspause kamen. Die Wolken sahen plötzlich bedrohlich aus, so dass wir den Aufstieg zur Tierbärgli-Hütte unter die „Eisen“ nahmen. Kurz vor unserer Ankunft begann es dann leicht zu regnen - super geplant von Martin. Zu unserer Überraschung begrüsste uns Lisa Emmenegger, die ihre Schwester beim Hüttenwarten unterstützte. Bei einem, von Lisa offerierten Apéro mit feiner Speck-Züpfe erfuhren wir wie sie sich im Wallis eingelebt hat. Sie lässt Euch alle herzlich grüssen! Nach dem Essen gab es noch „Knotentraining“ von Martin, damit wir diese im Traum für den kommenden Tag üben konnten. Um 6.00 Uhr marschierten wir bei schönster Morgenstimmung zum Gwächtenhorn. Beim Einstieg zum Westgrad verkürzten wir das Seil und weiter ging es. Am kurzen Seil und Steigeisen über den Grat. Für mich etwas Neues, was auch Martins Nerven etwas strapazierte, doch auch ich fand das Vertrauen in die Stabilität der Frontzacken und bereits kurz vor 9.00 Uhr erreichten beide Seilschafen den Gipfel. Über die Normalroute stiegen wir zum Steingletscher ab, wo wir das Erlernte vom Vortag nochmals umsetzen konnten. Zu Martins Verwunderung konnten wir die Knoten, als hätten wir nie etwas anderes gemacht. Im Restaurant Steingletscher löschten wir dann den gröbsten Durst. Merci Martin und Marcel für das lehrreiche und unvergessliche Wochenende.
Daniela Paepke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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