Tourenberichte 2014

TOURENBERICHT BISHORN VOM 23.+24. AUGUST 2014

Bergführer: Martin Schürmann
Tourenleiter: Ursula Zwahlen
Teilnehmer: Margrith und René Feuz, Patrick Hammel, Kathrin Leicht, Yvette Pfluger

Am Samstag trafen wir uns um 7 Uhr beim Bahnhof Wilderswil. Mit 2 Autos (merci Martin und René) fuhren wir nach Zinal. Um 10 Uhr begannen wir mit dem Aufstieg zur Tracuit-Hütte. Der Weg zur Hütte war dank Wolken und Nebelschwaden nicht so „mörderisch“ wie im Führer beschrieben. Planmässig erreichten wir die Hütte um halb 3 Uhr. Die neue Tracuit-Hütte ist sehr komfortabel, dafür liess die Freundlichkeit der Hüttenwartin sehr zu wünschen übrig. Sie wollte das Frühstück für alle ca. 100 Gäste(die meisten hatten dasselbe Gipfelziel wie wir) um 5.30 Uhr servieren. Wir wollten aber bereits um 5 Uhr starten. Die Hüttenwartin liess nicht mit sich diskutieren, und so beschlossen wir, ohne Frühstück aufzubrechen. Nach zähen Verhandlungen gelang es uns wenigstens, bereits am Vorabend den Marschtee zu bekommen! In der Nacht stürmte es und ich hatte Bedenken, ob wir bei diesem Wind den Gipfel erreichen würden. Um 4.30 Uhr war Tagwache und 45 Min. später war Abmarsch mit Stirnlampe. Auf dem Gletscher bildeten wir 2 Seilschaften. Als der Gletscher steiler wurde, montierten wir die Steigeisen. Das Wetter war zwar schön, aber der starke, eiskalte Wind wurde immer mehr zum Problem, je höher wir kamen. Trotzdem kämpften wir uns tapfer weiter und erreichten ziemlich durchgefroren den Sattel unter dem Gipfel. Im Sattel waren wir etwas windgeschützt und machten eine kurze Pause. Dank motivierendem Zureden von Martin schafften wir alle noch die letzten steilen 20 Meter auf den Gipfel, wo wir um 8.30 Uhr ankamen. Wegen des Windes und der bitteren Kälte machten wir nur eine kurze Gipfelrast und stiegen bald wieder ab. Um 10.20 Uhr waren wir retour bei der Tracuithütte. Dank den Verhandlungskünsten von Yvette wurde uns noch ein Gratiskaffee serviert als Entschädigung fürs nicht konsumierte, aber bezahlte Morgenessen. Schliesslich machten wir uns auf den langen Abstieg nach Zinal. Aufgrund der 2 Pausen war dieser aber weniger schlimm als befürchtet (aber Muskelkater war doch ein Thema am nächsten Tag….). Um 17.30 Uhr waren wir wieder retour in Wilderswil. Ich danke allen Teilnehmern für ihr Durchhalten und die schöne Tour. Herzlichen Dank an Martin für die geschätzte  Führung und die Unterstützung bei Motivationskrisen…  ☺ 

Ursula Zwahlen

 

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