Tourenberichte 2016

 

SKITOUR STRAHLHORN VOM 06./07. MAI 2016

 

Bergführer: Daniel Oberli
Tourenleiterin: Therese Gertsch
Teilnehmer: Steffi Bieri, Andrea Fedrigo, Marc Gassmann, Patrick Hammel, Heidi Ulrich, Ursula Zwahlen

 

Die Vorhersage versprach für diese zwei Tage bestes Skitourenwetter und mit diesen Bedingungen sind wir am Freitagnachmittag zur Tour gestartet. Beim Busterminal in Visp war die Truppe vollzählig und bestieg das Postauto nach Saas Fee. Die Luftseilbahn «Felskinn» fährt zu dieser Jahreszeit einmal nachmittags um 16.30 Uhr. Bis zur Abfahrt der Bahn überbrückten wir die Zeit mit der Unterstützung der Saaser Wirtschaft. Die Wartezeit nutzen wir ebenfalls um die Felle bereits auf die Skier zu montieren. Die Gondel brachte uns und Material für die Britanniahütte auf fast 3'000 müM. Die Traverse zur Hütte bewältigten wir mit Sichtbeschränkung, es war leicht neblig. Die angegebene Zeit von einer Stunde bis zur Hütte kam uns recht kurz vor – die Strecke war abwechslungsreich, ein wenig rauf und ein wenig runter. Der Skiständer vor der Hütte liess erahnen, dass die Auslastung der Betten an diesem Abend hoch war – alle Plätze waren belegt. Aus diesem Grund haben wir die Suite «Winterraum» zugeteilt und damit einen privaten Ess- und Schlafraum erhalten. Im Verlauf des Abends wurde der Raum seines Namens gerecht –Wolldecken wurden um Körperteile drapiert um uns warm zu halten. Tagwache mit Ostschweizer Dialekt war um 4.45 Uhr, gefolgt vom Frühstück und für die Damen anstehen vor der einzigen Toilette. Dann endlich gings los – bei bestem Wetter eine kurze Abfahrt auf den Hohlaubgletscher, Felle montieren und in gleichmässigem Tempo schritten wir dem Ziel entgegen. Der Gipfel tat seinem Namen alle Ehre, als er in den ersten Sonnenstrahlen des Tages hell erstrahlte. Nach rund 5 Stunden und einem kurzen Fussmarsch erreichten wir das Gipfelkreuz. Der Ausblick vom Strahlhorn ist gewaltig, sind doch die meisten aller 4000er der Schweiz zu sehen. Die Abfahrt führte zum Adlerpass und von dort ziemlich steil zum Findelengletscher runter. Die ersten Schwünge fuhren wir noch in anspruchsvollem Schnee. Doch dann wählte Daniel Südhänge aus und auf denen fanden wir den Sulzschnee vor, so wie man ihn sich wünscht. Wie durch Butter gleiten, in die Kurven liegen, der Genuss entschädigte für den langen Aufstieg. Leider reichte der Schnee nur bedingt bis zur Station Riffelalp. Eine Wanderung auf markiertem Wanderweg mit aufgeschnallten Skiern rundete die körperlichen Aktivitäten ab. Für den restlichen Weg bis Zermatt benutzten wir die Gornergratbahn. Und in Zermatt löschte ein kühles Bier den Durst. Es war eine unvergessliche Tour – vom Wetter, dem Schnee, der Organisation bis hin zur souveränen Führung können wir nur Bestnoten verteilen. Insgesamt waren wir 8 ½ Std. unterwegs, haben 22,7 km zurückgelegt, sind 1'430 m aufgestiegen und 2 ‘240 m hinuntergefahren und gewandert.
Heidi Ulrich

 

 

 

 

 

 

 

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