Tourenberichte 2015

 

BERICHT ÜBERSCHREITUNG MÖNCH UND JUNGFRAU NORMALROUTE VOM 07./08. AUGUST 2015

Bergführer: Martin Schürmann
Tourenleiterin: Martin Schmied
Teilnehmer: Steffi Bieri, Andrea (Andi) Fedrigo, Pascal Kolly, Marcel Lüthi, Suzanka (Susi) Smidtova, Heidi Ulrich, Lukas Zbären

Wir trafen uns bei schönstem Wetter in Lauterbrunnen um mit dem Zug zum Jungfraujoch zu fahren. Oben angekommen begaben wir uns zum Stollenausgang und stiegen nach dem Anseilen dem Grat entgegen. Die Temperaturen waren warm und angenehm. Auf dem Grat mussten wir unsere Kletterkünste beweisen und einige von uns konnten Erfahrungen sammeln was für Anforderungen eine Grat- Tour in solcher Höhe stellt. Auf dem Gipfel angekommen versuchten wir ein gemeinsames Gipfelfoto zu machen, aber der Platz reichte nicht aus, so gab es halt Dreierseil-schaftsfotos. Für den Abstieg war die Spur zum Vorgipfel zu Beginn wirklich oben auf dem Grat angelegt und man kam sich vor wie auf einer Dachfirst. Die Arme waren zu kurz um mit dem Pickel Schnee zu erreichen, so musste man langsam und achtsam mit kleinen Schrittlein vorwärts gehen. Bald kamen wir in die Felsen und konnten dort abklettern bis wir die Mönchsjochhütte erreichten, wo wir uns für den nächsten Tag fit machten, assen das Nachtessen und gingen früh zu Bett. Fedrigo Andrea und Lüthi Marcel pausierten am zweiten Tag, so dass wir noch 7 Personen waren, die am nächsten Morgen die Jungfrau in Angriff nahmen. Um 03.00 Uhr frühstückten wir und als alle bereit waren gingen wir Richtung Jungfraujoch los. Abwärts ging es zügig und der Wind blies uns in die Gesichter, alle hatten die Hände in den Hosensäcken um nicht noch Handschuhe anziehen zu müssen. Der Aufstieg am Sporn bereitete einzig mit dem notwendigen Anziehen der Steigeisen etwas Mühe. Oberhalb des Sporns machten wir eine wohlverdiente Pause und schritten weiter Richtung Rottalsattel. Unten am Rottalsattel meldete Susi, dass ihr nicht wohl sei, da sie eine schlechte Nacht hinter sich hatte. Wir berieten uns und liessen Susi an einem sonnigen Plätzlein zurück. Das Erreichen des Rottalsattels ist immer wieder eindrücklich, man streckt den Kopf über die Kante und sieht nur noch Himmel und nach einigen Augenblicken realisiert man, dass es auf der anderen Seite weit ins Rottal hinunter geht. Nun folgte die Querung zu den Felsen und nach zwei Seillängen konnten wir auf dem Gipfelschneefeld dem Gipfel entgegen steigen. Vom Gipfel konnten wir mit Susi kommunizieren (Hallo Susi, winken, winken). Auf dem Gipfel genossen wir die Aussicht und die herrliche Sicht auf die Berge. Der Abstieg bereitete keine allzu grossen Schwierigkeiten und wir erreichten Susi wohlbehalten unterhalb des Rottalsattels. Susi ging es nun auch wieder etwas besser und nach etwa zwei Stunden erreichten wir das Jungfraujoch.
Martin Schmied

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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