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HOCHTOUR BIETSCHHORN VOM 11. + 12. August 2018

Bergführer: Daniel Dietler

Tourenleiter: Martin Feuz

Teilnehmer: Thomas Buser, Tanja Noack

Der Wetterbericht für das Wochenende war spitze und wir alle freuten uns auf eine tolle Tour. Bereits bei der Anreise ins Wallis, als ich Thomas in Spiez auflud, meldete sich Tanja, sie hätte Probleme mit ihrem Auto und müsse nach einer Alternative schauen. Also konnten wir uns beim Treffpunkt mit Daniel schon mal eine gemütliche Kaffeepause gönnen, was mir auch grad gelegen kam, um noch richtig wach zu werden und in den Tag zu starten. Da der Hüttenzustieg nicht allzu lang ist, waren wir guten Mutes, immer noch zeitig oben anzukommen um eventuell ein Nachmittagsschläfchen einlegen zu können. Als wir schliesslich alle in Wiler einen geeigneten Parkplatz hatten, gings motiviert Richtung Bietschhornhütte hoch. Daniel ganz vorne hatte anfangs vielleicht etwas zu viel Motivation, doch wir konnten seinem Schritt alle mithalten und waren im nu auf der Hütte. Bei selbstgemachtem Eistee und einer zünftigen Käseschnitte genossen wir die Sonne vor der Hütte und bestaunten den mächtigen Berg, welchen wir am nächsten Tag ersteigen wollen. Am Abend gabs einen guten Wein zum Apéro und in der gemütlichen Stube ein fantastisches Abendesssen. Der Hüttenwart wollte uns um 2 Uhr morgens wecken, also gingen wir brav zeitig ins Bett. Trotzdem gabs nur eine kurze Nacht, um halb drei stapften wir bereits den steilen Weg hoch in Richtung Bietschjoch, in völliger Dunkelheit. Über den kleinen Gletscher und weiter immer dem Grat folgend zum Gipfel hin. Wir waren gut unterwegs und die Nacht wollte schier kein Ende nehmen. Als es zu Dämmern begann, waren wir schon richtig weit oben am Berg und ich staunte, wie weit wir in der Dunkelheit bereits gegangen waren. Das letzte Stück zum Gipfel war ein richtiger Genuss. Ein schmaler, luftiger Felsgrat mit vielen Zacken zum Übersteigen und die Berge am östlichen Horizont schimmerten in den schönsten Farben. Just als wir als zweite Seilschaft das Gipfelkreuz erreichten, ging die Sonne auf. Ein unvergesslicher Moment. Es ging ein kühler Wind, und um nicht zu sehr zu frieren hielten wir die Gipfelrast eher kurz und machten uns an den langen Abstieg. Mein Blick schweifte oft ab, bis ganz runter ins Tal zum Auto, so kam mir der Abstieg noch intensiver vor. Der Weg bis zur Hütte ist oft sehr steil, aber effizient. Unsere ausgedehnte Pause zurück in der Hütte war mir deshalb mehr als recht. Nach der abschliessenden Wanderung hinunter ins Tal verabschiedeten wir uns etwas müde und erschöpft aber sehr zufrieden über die schönen Erlebnisse.

Ein grosses Dankeschön an die Teilnehmer für das fantastische Wochenende und Daniel für die gute Führung/Betreuung.                                  

Martin Feuz