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Skitourenwochenende Schwarzwaldalp
29. + 30. Januar 2022

Tourenleiter:        Steffi Bieri

Teilnehmende:    Judith, Rita, Irene, Res, Daniela

 

Das Wochenende verspricht gute Wetterbedingungen. Die Schneeverhältnisse sind, auf Grund des schönen Wetters über längere Zeit, eher mager. Unsere Gruppe reist auf 2 verschiedenen Wegen an. Die eine kommt via Männlichen zur Firstbahn, die andere von Wilderswil her. Treffpunkt ist das Restaurant Schreckfeld, wo wir uns den ersten Kaffee gönnen. Von dort aus überbrücken wir die ersten Höhenmeter mit dem Schild-Sessellift. Die erste Abfahrt in der Morgensonne ist genussvoll. Unterhalb der Bergstation des Howald-Skilifts werden die Felle montiert. Wir steigen dem Ziel „Gemsberg“ (2659 m.ü.M) entgegen. Der windgepresste Schnee, der zum Teil auch vereist ist, lässt uns schon bald die Harscheisen montieren. Der Entscheid ist weise, denn, die Spitzkehren lassen sich dadurch mit einer gewissen Eleganz machen. Res erhält von Irene Tipps und Tricks, um an der Eleganz zu arbeiten ;-). Der Gipfelschnee ist eisig, deshalb entscheidet sich ein Teil der Gruppe, vor dem Gipfelhang die Skier aufzubinden und den Rest zu Fuss aufzusteigen. Die anderen trainieren Gehen mit Harscheisen auf sehr hartem Grund. Nach einer genüsslichen Pause auf dem Gipfel bei strahlendem Sonnenschein, nehmen wir die Abfahrt unter die Skier. Es holpert stark, doch wir haben auch ab und zu eine Rinne, die uns einige Schwünge im Pulverschnee ermöglicht. Weiter geht es zur Schwarzwaldalp (1456 m.ü.M). Steffi meldet einen Materialdefekt, einer ihrer Skistöcke hat die harte Unterlage nicht überlebt. Auf der Schwarzwaldalp angekommen nutzen wir die letzten Sonnenstrahlen für einen ersten Apéro. Steffi repariert ihren Stock mit robustem Draht und Tape, in der Hoffnung, ihn am kommenden Tag beim Aufstieg nutzen zu können. Das Znacht war köstlich und mit vollen Bäuchen legen wir uns ins Bett.

 

Das Frühstück nehmen wir um 7.30 Uhr ein und danach geht’s zum Aufstieg mit Ziel Wildgärst (2891 m.ü.M). Zuerst folgen wir dem Wanderweg in noch leichtem Nebel. Die Sonne ist jedoch schon sichtbar auf den Berggipfeln. Mit mehreren Trink- und Esspausen erreichen wir den Gipfel nach 4,5 Stunden. Aufgrund des wenigen, harten Schnees machen wir weit unter dem Gipfel ein Ski-Depot und wandern zu Fuss hoch. Der Rundblick vom „Gärst“ ist atemberaubend schön, so dass wir uns, trotz starkem Wind, einen Gipfelrast gönnen. Die Abfahrt ist eine Variation von allen möglichen Schnee-Eigenschaften. Die Südhänge vermögen gar etwas sulzig zu werden. Den „Chiematten-Hubel“ erreichen wir nach einem weiteren Auffellen. Die Abfahrt bis zum Restaurant „Oberer Gletscher“ muss nochmals verdient werden. Die teils ruppige, harte, an Stellen vereiste „Stepfi-Abfahrt“ fordert und nochmals von neuem. Zum Glück ist das Ende mit belohnendem Kaffee-Schnaps, Kuchen, Bier etc. nicht weit. Danke Steffi, dass Du uns, wenn auch nur mit einem Stock, so sicher durch die Gegend geführt hast.

 

Daniela Paepke